WEF-Kundgebung am Samstag, 28. Januar 2012 in Davos
Die Grünen Davos rufen dazu auf, am 28. Januar 2012 von 13:00 bis 16:00 Uhr in Davos Platz auf dem Rathausplatz anlässlich des Jahrestreffens des WEF zu protestieren. Die Demo wurde von der Davoser Regierung bewilligt.
Jahr für Jahr treffen sich die selbsternannten globalen Führerinnen und Führer in Davos und jedes Mal versprechen sie das Blaue vom Himmel. Jedes Mal geben Sie in ihrer masslosen Selbstüberschätzung an, die Zukunft neu formen zu wollen, natürlich nach ihrem eigenen Wohlgefallen. Die Frau und der Mann auf der Strasse werden nicht gefragt. Die heutige Situation sei viel zu komplex, das könnten nur Experten und Spezialisten erfassen. Bürgerinnen und Bürger wären überfordert. Gesunder Menschenverstand reiche dazu nicht aus. Am liebsten würden sie uns gänzlich entmündigen. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sind von Entscheidungen innerhalb ihrer Betriebe ausgeschlossen. Nur das Management verfügt über ökonomische Kompetenz. Schweige und arbeite, auch wenn du siehst, dass das was du jeden Tag machst, höchstens noch dazu nütze ist alles noch ein wenig zu beschleunigen, auf das der Crash noch früher komme und noch heftiger ausfalle.
Wie die globalen Führerinnen und Führer treffen sich auch Kritikerinnen und Kritiker jedes Jahr in Davos. Und die Kritik ist nötiger denn je. Jeder einzelne Protestruf der vergangenen Jahre ist auch heute noch gültig. Nichts hat sich geändert, allen Versprechungen zum Trotz. Im Gegenteil, Krisen häufen sich, Staaten drohen bankrott zu gehen nachdem sie von der Finanzwirtschaft in die Schuldenfalle getrieben wurden, Hunger, Armut und soziale Ungerechtigkeit breiten sich weiter aus. Hass wird geschürt und mit Angstmacherei angesichts drohender Rezession wird das Volk im Zaum gehalten. Allseits wird einem vorgegaukelt, dass im Konsum das alleinige Glück liegt. Doch wir sind überzeugt, dass es Alternativen gibt. Alternativen zu einer Wirtschaftsordnung die auf Ausbeutung und Zerstörung von Mensch und Umwelt beruht.
Wir rufen alle friedlichen und konstruktiven Kräfte dazu auf, an der Kundgebung auf dem Rathausplatz teilzunehmen. Wir wollen gegen die herrschenden Missstände protestieren. Wir wollen aber auch zeigen, wie wir unsere Zukunft gestalten möchten. Eine Zukunft in der sich der Friede gegenüber dem Krieg durchsetzt und in der der Reichtum und die Ressourcen solidarisch und gerecht geteilt werden. Eine Zukunft in der Kinder nicht mehr verhungern müssen, Mädchen nicht mehr beschnitten werden. Eine Zukunft, in der die Menschen in Respekt aufeinander zugehen, wo Toleranz gegenüber den Mitmenschen und Verantwortung gegenüber der Natur und der Gesellschaft die zentralen Elemente des Zusammenlebens bilden. Kommt und bringt eure Ideen. Zusammen wollen wir diskutieren und neue Perspektiven entwickeln.